![]() Pfrimmtalviadukt bei Marnheim |
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Eine Bahn entlang der alten Kaiserstraße von Mainz über Alzey, Kaiserslautern und Saarbrücken nach Frankreich - diesen Plan gab es schon in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Bis zur Realisierung dauerte es jedoch noch eine Zeit. Die Gründe für die Verzögerung waren vielfältig: In Folge des preussisch-österreichischen Krieges von 1866 ging die Verwaltung des rheinhessischen Eisenbahnnetzes an Preussen über; die Kassen waren nach diesem Krieg leer. Ausserdem wurde mit dieser Bahn die Grenze zur Pfalz überschritten - ein Staatsvertrag war nötig. Darüberhinaus gab es noch eine langwierige Diskussion darüber, ob diese Linie privat oder staatlich finanziert werden sollte. Der Teilabschnitt von Alzey bis Kirchheim-Bolanden konnte ab Januar 1874 befahren werden, die Weiterführung bis Marnheim verzögerte sich noch ein halbes Jahr (die Pfälzer waren halt ein bisschen langsamer...). |
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![]() Pfrimmtalviadukt bei Marnheim |
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Am 20. März 1945 wurde das 220 Meter lange Pfrimmtalviadukt bei Marnheim gesprengt. Nach dem Krieg gab es manche Bestrebungen das Viadukt wieder zu errichten, doch scheiterte dies - ebenso wie eine Neutrassierung ohne Viadukt - an den Kosten. Zudem hatte die Bahn den Verkehr auf Busse umgestellt. Das Reststück zwischen Alzey und Kirchheim-Bolanden wurde am 20. Mai 1951 für den Personenverkehr stillgelegt. 48 Jahre später dann die Wiedereröffnung: Seit dem 29. Mai 1999 betreibt die deutsch-französische "Eurobahn"-Gesellschaft die Strecke von Alzey bis Kirchheim-Bolanden wieder im Rahmen des "Rheinland-Pfalz-Taktes".
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